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Wie verdünnt man Säure mit Wasser?

Grundsätzlich wird Wasser vorgelegt, dann gibst Du bis zur gewünschten Konzentration die Säure dazu. Hierzu gibt es einen bekannten Merksatz: Erst das Wasser, dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure!
Durch die Hydratationsenergie ist das Lösen einer reinen, starken Säure in Wasser ein exothermer Prozess, das heißt es wird Wärme frei. Legt man etwa konzentrierte Salzsäure vor und gibt Wasser dazu, erwärmt sich die Lösung so stark, dass ein Teil des Chlorwasserstoffs (HCl) als Gas freigesetzt wird. HCl ist ätzend und kann Augen, Haut und Atmungsorgane in Mitleidenschaft ziehen. Noch extremer ist der Effekt bei Schwefelsäure: Da sie stark wasseranziehend (hygroskopisch) ist, erhitzt sich das verhältnismäßig wenige Wasser auf der großen Menge Schwefelsäure so stark, dass es zu einem Siedeverzug kommt. Heiße, noch recht konzentrierte Schwefelsäure spritzt aus dem Mischungsgefäß. Selbst bei ordnungsgemäßer Verdünnung (viel Wasser vorlegen, Schwefelsäure tropfenweise zugeben) erwärmt sich die Mischung. Die große Wärmekapazität des Wassers reicht dann nicht aus, die überschüssige Wärme abzuführen. Hier bietet sich die zusätzliche Kühlung mit Eis an.

 

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