Beschichtungen von Holzfenstern- und Türen

Holzfenster Beschichten

Besonders bei Holzteilen im Außenbereich ist es wichtig eine regelmäßige „Pflege“ anzuwenden. Ungeeignete Fensterkonstruktionen sind oftmals die Ursachen für Beschichtungsschäden. Als Beispiel nenne ich mal Scharfe Kanten, Offene Kapillarfugen fehlende Ablaufschrägen oder die Verwitterung nach Jahren.

Die meisten Schäden an Holzbauteilen werden durch Konstruktionsfehler und Holzfehler verursacht. Wenn wir nach den Richtlinien agieren müssten, dürfen neue Fenster erst eingebaut werden und verglast werden wenn diese mit den entsprechenden Lasuren und Grundanstrichen beschichten worden sind. Das dient dem allseitigen Feuchtigkeitsschutz. Dennoch spielt auch die Zeit eine wichtige Rolle, die Beschichtungen haben nur eine gewisse „Laufzeit“ wo sie dem Holz den passenden Schutz bieten. Als Holz Außenbauteile bezeichnet man Fenster und Türen. Nach Außen sind diese gleich zu behandeln. Nicht zulässig ist das flächige Spachteln auf Holz im Außenbereich.

Wichtige Info: Fenster dürfen keine Waagerechte Flächen aufweisen, deshalb sollte durch das abschrägen der Holzbauteile in der Waagerechten das Wasser schnell abgeleitet werden. Man sagt das der Neigungswinkel 15° haben muss. Das Abrunden ist für den Maler eine gesonderte Leistung die extra vergütet wird.

Einige Beispiele für Leistungsbeschreibungen für neue Fenster und Außentüren

  • Deckende Beschichtung mit Alkydharzlacken: vor dem Einbau und Verglasen. Eine Grundbeschichtung mit Bläueschutz und eine Zwischenbeschichtung mit Alkydharzlackfarbe. Nach dem Ein bau und Verglasen kommt eine Zweite Zwischenbeschichtung und zum Schluss die Schlussbeschichtung mit Alkydharzlackfarbe.
  • Der kombinierte Beschichtungsaufbau mit Imprägnier-/Dickschichtlasuren: vor dem Einbau und Verglasen eine Grundbeschichtung und Zwischenbeschichtung mit fungizider Imprägnierlasur/Dickschichtlasur. Nach dem Einbau und Verglasen folgt die zweite und dritte Beschichtung mit Dickschichtlasur. Die fungizid eingestellte Imprägnierlasur wird meist von dem Fensterbauer ausgeführt.
Wichtige Info: Lacke aus Alkydharzstoffen dürfen nicht auf Dispersionsstoffe aufgetragen werden, Rissbildungen und Abplatzungen wären sonst die Folge.

Der Beschichtungsaufbau eines Holzfensters könnte im groben so aussehen:

  1.  Die schadhaften Stellen werden abgeschliffen, achtet besonders auf die Wetterschenkel, die sind schnell verwittert.
  2. Die scharfen Kanten können leicht abgerundet werden.
  3. Entferne den schadhaften Dichtsoff, dass kann Silikon oder Holzkit sein.
  4. auf die rohen Holzstellen sollte nun eine Imprägnierung aufgetragen werden.
  5. Erste Zwischenbeschichtung mit Dickschichtlasur unter Farbtonausgleichung auf den grundierten/imprägnierten Holzteilen.
  6. Nun folgt die vollflächige Zwischenbeschichtung mit Dickschichtlasur.
  7. Zum Schluss die Endbeschichtung mit Dickschichtlasur.
Weiterlesen  Berufsbild Maler & Lackierer
Darf gerne geteilt werden
error

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.